Das Verständnis, wie Zellen auf sauerstoffarme Umgebungen reagieren, ist von zentraler Bedeutung für den Fortschritt der Forschung zu Erkrankungen wie der pulmonalen Hypertonie. Um zuverlässige und physiologisch relevante Ergebnisse zu erzielen, ist es unerlässlich, dass die Zellen unter streng kontrollierten und stabilen Bedingungen gehalten werden. An der Justus-Liebig-Universität Gießen nutzen Forscher kontrollierte hypoxische Bedingungen, um diese Prozesse in vitro nachzubilden und die zugrunde liegenden Mechanismen zu erforschen.
Zur Unterstützung dieser Arbeit wurde am 3. Februar 2026 im Zentrum für Infektion und Genomik der Lunge der Universität durch Meintrup DWS Laborgeräte eine Whitley H35 Hypoxystation installiert. Aufbauend auf dem bisherigen Einsatz der Whitley H25 in diesem Labor spiegelt diese neueste Installation das anhaltende Vertrauen in die hypoxischen Arbeitsstationen von Whitley zur Unterstützung anspruchsvoller Forschungsanwendungen wider.
Als Mitglied der Gruppe von Prof. Dr. Soni Savai Pullamsetti untersucht die Doktorandin Zahraa Msheik hypoxiebedingte Krankheitsprozesse in Lungengefäßzellen.
Auf die Bedeutung kontrollierter hypoxischer Bedingungen für ihre Arbeit angesprochen, erklärt Zahraa:
„Unsere Forschung im Labor von Pullamsetti konzentriert sich auf die molekularen und zellulären Mechanismen, die der pulmonalen Hypertonie zugrunde liegen, einer schweren kardiopulmonalen Erkrankung, bei der chronische Hypoxie ein entscheidender Auslöser ist. Um diese Bedingungen in vitro nachzubilden, nutzen wir die Whitley H35 Hypoxystation. Die Kammer ermöglicht eine präzise Steuerung des Sauerstoffgehalts, sodass wir physiologisch relevante hypoxische Bedingungen reproduzieren und Prozesse wie die Gefäßumgestaltung, die Zellproliferation und die Apoptose in Lungengefäßzellen untersuchen können.“
Durch die präzise Steuerung von Sauerstoff (in Schritten von 0,1 % bis zu 20 %), Kohlendioxid und relativer Luftfeuchtigkeit ermöglicht die Arbeitsstation Forschern die Aufrechterhaltung stabiler, physiologisch relevanter Umgebungsbedingungen für die Zell- und Gewebekultur. Dieses Maß an Kontrolle ist unerlässlich, um die Reproduzierbarkeit der Experimente zu verbessern und hypoxiebedingte biologische Prozesse über längere Zeiträume hinweg genau nachzubilden.
Dieses System unterstreicht die wachsende Bedeutung kontrollierter hypoxischer Umgebungen für die Weiterentwicklung von in vitro Krankheitsmodellen und die Unterstützung der translationalen Forschung in der kardiopulmonalen Biologie.
Wir danken Zahraa dafür, dass sie uns Einblicke in ihre Arbeit gewährt hat, und wünschen ihr viel Erfolg bei ihrer weiteren Forschung.
Sollten Sie weitere Informationen zu unseren Hypoxystationen benötigen, wenden Sie sich gerne an uns: info@meintrup-dws.de
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