Student der Universität Bradford gewinnt DWS-Preis für seine Forschung zur photodynamischen Therapie von MRSA

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Student der Universität Bradford gewinnt DWS-Preis für seine Forschung zur photodynamischen Therapie von MRSA

Am 14. Juli besuchte Andrew Pridmore, unser Head of Microbiology, die University of Bradford, um einen Preis an den Studierenden der Biomedizinischen Wissenschaften zu überreichen, der im Abschlussjahr die höchste Bewertung für sein Forschungsprojekt im Schwerpunkt Diagnostische Mikrobiologie erzielt hatte.

Ein herzlicher Glückwunsch geht an den diesjährigen Gewinner Mohammed Bilal, dessen Forschung die Wirksamkeit der hypericinvermittelten photodynamischen Therapie auf planktonische und Biofilm-bildende methicillinresistente Staphylococcus aureus (MRSA) untersuchte.

Andrew hatte die Ehre, ihm diese wohlverdiente Auszeichnung zu überreichen. Wir freuen uns, im Folgenden mehr über die wertvolle Forschungsarbeit von Mohammed zu berichten.


Was wurde in der Forschungsarbeit untersucht?

Der weit verbreitete und übermäßige Missbrauch von Antibiotika hat zum Anstieg der Antibiotikaresistenz geführt, wobei MRSA im Mittelpunkt dieses Problems steht. Das Problem wird zusätzlich dadurch verschärft, dass MRSA in der Lage ist, Biofilme zu bilden, was die Behandlung weiter erschweren kann. Die photodynamische Therapie (PDT) ist eine aufkommende photochemische Behandlungsmethode. Obwohl sie bereits für die Krebstherapie zugelassen ist, wurde ihr Einsatz als antimikrobielle Behandlung bislang wenig untersucht. Ziel des Forschungsprojekts war es daher, die antimikrobielle Wirksamkeit der hypericinvermittelten photodynamischen Therapie (hPDT) gegen planktonische MRSA-Zellen und MRSA-Biofilme zu untersuchen und ihre Wirksamkeit als mögliche Alternative zu herkömmlichen Antibiotika zu bewerten.


Was waren die wichtigsten Forschungsergebnisse?

  • hPDT erwies sich als äußerst wirksam gegen planktonische MRSA-Zellen. Bei Hypericin-Konzentrationen von ≥ 0,5 µM wurde eine vollständige beobachtbare photodynamische Abtötung erreicht. Das Überleben bei 0,1 µM könnte jedoch auf einen Schwellenwerteffekt hindeuten, wobei 0,1 µM möglicherweise eine subletale Konzentration darstellt. Dies könnte auf die natürlichen antioxidativen Abwehrmechanismen der Bakterien zurückzuführen sein.
  • hPDT führte bei keiner der getesteten Konzentrationen zu einer signifikanten Zerstörung der Biofilme. Selbst bei 5 µM, der höchsten untersuchten Konzentration, lag die durchschnittliche Lebensfähigkeit weiterhin über 5 log10 CFU/ml. Dies spiegelt wahrscheinlich die erhöhte Widerstandsfähigkeit von Biofilmen wider.
  • Der Vergleich der log10-Reduktionen zwischen planktonischen MRSA-Zellen und Biofilmen zeigte deutlich stärkere Reduktionen bei den planktonischen Zellen. Dies war bei allen getesteten Konzentrationen der Fall, wobei die durchschnittlichen Unterschiede bei mehr als 6 log10 CFU/ml lagen.

Die Ergebnisse unterstreichen die Herausforderungen, die MRSA-Biofilme darstellen. Während die Wirksamkeit von hPDT gegen planktonische MRSA-Zellen bestätigt werden konnte, könnten weitere Optimierungen – beispielsweise eine höhere Lichtfluenz und höhere Hypericin-Konzentrationen – untersucht werden, um MRSA-Biofilme wirksamer zu bekämpfen.


Was bedeutet die Auszeichnung für Mohammed?

„Es ist eine große Ehre und ein besonderes Privileg, diese Auszeichnung von Don Whitley Scientific zu erhalten, einem Unternehmen, das international einen bedeutenden Beitrag zur mikrobiologischen Forschung und Innovation leistet. Ich möchte mich herzlich für die Unterstützung und das Sponsoring dieser Auszeichnung bedanken, mit der die harte Arbeit und das Engagement gewürdigt werden, die Studierende in ihr Studium und ihre Forschung investieren. Diese Auszeichnung bedeutet für mich eine große persönliche Leistung. Da ich nun meine berufliche Laufbahn als Lehrer für Naturwissenschaften beginne, hoffe ich, dass diese Anerkennung meine zukünftigen Schülerinnen und Schüler inspiriert und ihnen zeigt, dass sie mit harter Arbeit und Engagement alles erreichen können.

Ich möchte mich außerdem bei allen Betreuern und Mitarbeitenden des Studiengangs bedanken. Ohne ihre Unterstützung und Anleitung wäre dies nicht möglich gewesen. Abschließend möchte ich meiner Familie und meinen Freunden für ihre Unterstützung während dieser unglaublichen Reise danken.“


Noch einmal herzlichen Glückwunsch an Mohammed zu seiner Auszeichnung! Wir freuen uns darauf, auch in Zukunft durch unsere Partnerschaft mit der University of Bradford junge Mikrobiologinnen und Mikrobiologen in unserer Region zu unterstützen.

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